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Bewährt hat sich eine Aufteilung in drei Töpfe: eine liquide Notreserve – häufig empfohlen werden drei bis sechs Monatsausgaben – auf dem Tagesgeldkonto, Geld für Ziele in zwei bis fünf Jahren zum Beispiel im Festgeld, und langfristiges Vermögen in einem weltweit gestreuten Aktien-ETF. Der MSCI World umfasst weit über tausend Unternehmen aus Industrieländern, der FTSE All-World bezieht zusätzlich Schwellenländer ein. Wer monatlich per Sparplan investiert, verteilt seine Einstiegszeitpunkte und muss nicht den richtigen Moment abpassen. Wie hoch der Aktienanteil sein sollte, hängt vom Anlagehorizont und davon ab, wie viel zwischenzeitlichen Verlust man aushält – eine starre Formel gibt es nicht.
Aktive Fonds werden von einem Fondsmanagement gesteuert, das den Markt durch die Auswahl einzelner Werte schlagen will; dafür fallen spürbar höhere laufende Kosten an. ETFs bilden einen Index passiv nach und sind entsprechend günstiger. Die laufenden Kosten stehen im Basisinformationsblatt jedes Fonds, ein direkter Vergleich lohnt sich. Die regelmäßigen SPIVA-Auswertungen von S&P Dow Jones Indices zeigen, dass die Mehrheit der aktiv gemanagten Aktienfonds über lange Zeiträume hinter ihrem Vergleichsindex zurückbleibt. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind breit gestreute ETFs deshalb für die meisten Privatanleger die naheliegende Basis.
Zinsen, Dividenden und Kursgewinne unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent (§ 32d EStG), dazu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Steuerfrei bleibt der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person beziehungsweise 2.000 Euro bei zusammen veranlagten Ehegatten (§ 20 Abs. 9 EStG). Mit einem Freistellungsauftrag bei der Bank wird bis zu dieser Grenze gar nicht erst Steuer einbehalten. Bei thesaurierenden Fonds fällt jährlich die Vorabpauschale an. Die Teilfreistellung nach § 20 InvStG stellt bei Aktienfonds 30 Prozent und bei Mischfonds 15 Prozent der Erträge steuerfrei, bei Immobilienfonds 60 Prozent, mit Schwerpunkt Auslandsimmobilien 80 Prozent.
Ja, je nach Produkt auf unterschiedlichem Weg. Beiträge zur Basisrente (Rürup) sind seit 2023 vollständig als Sonderausgaben abziehbar – bis zu einem Höchstbetrag, der an den Höchstbeitrag der knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt ist, jährlich steigt und um Beiträge zur gesetzlichen Rente gekürzt wird (§ 10 Abs. 3 EStG). Die Riester-Rente wird mit einer Grundzulage von 175 Euro und einer Kinderzulage von bis zu 300 Euro je Kind gefördert, ergänzt um einen Sonderausgabenabzug von bis zu 2.100 Euro im Jahr. In der betrieblichen Altersvorsorge sind Beiträge bis 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung steuerfrei, sozialversicherungsfrei aber nur bis 4 Prozent – dieser Unterschied wird oft übersehen.
Es gibt mehrere Wege. Offene Immobilienfonds streuen über viele Objekte, sind aber weniger flexibel, als es scheint: Für neu gekaufte Anteile gilt eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten und eine Rückgabefrist von zwölf Monaten (§ 255 KAGB). Immobilien-ETFs auf börsennotierte Immobiliengesellschaften und REITs sind börsentäglich handelbar, schwanken dafür ähnlich wie Aktien. Immobilien-Crowdinvesting läuft meist über Nachrangdarlehen für einzelne Projekte – das Geld ist bis zum Laufzeitende gebunden, ein Totalverlust ist möglich.
Gesetzestexte: § 32d EStG, § 20 EStG, § 20 InvStG, § 10 EStG, § 84 / § 85 / § 10a EStG, § 3 Nr. 63 EStG, § 255 KAGB. Stand: Oktober 2026.